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Frühling

März 19, 2010

frühling wirds, die keiler sprießen.

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Darabos for President?

Februar 10, 2010

Hier gehts zur Abstimmung!

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rechts

Dezember 12, 2009

Frage an Herrn Strache: Was verstehen Sie unter dem Ausdruck radikal? Was unter rechts- und linksradikal. Wenn Sie auf konkrete Fragen z.B. auf die Fotogeschichte oder zu rechtsradikalen Texten auf Ihrer Homepage (siehe Sommergespräche) antworten, dass Sie sich nicht als rechtsradikaler diffamieren lassen, bedeuted das dann, dass Sie der Meinung sind, Rechtsradikalisums sei etwas schlechtes und unter diesem Kontext nochmal die Frage: Was ist rechtsradikal, was ist rechtsextrem und wie ist Ihre Gesinnung?

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Schüssel in Kyoto

Dezember 12, 2009

Kann sich irgendwer noch an Schüssels Sager (damals noch als Kanzler) auf die Frage eines Journalisten, der wissen wollte, warum Österreich bei den Kyoto Zielen so sehr hinterherhinkt, errinnern? Ich weiß es leider auch nur mehr so ungefähr, *§$%§ … ich hätts mir damals aufschreiben sollen … aber es ging darum, dass er sich darauf rausredete, dass Österreich eh massiv im AUSLAND in die CO2 Emissionsverringerung investieren würde!!!!??! HAAALLLOOO-O Herr Schüssel??!! Schon mal was von Emissionshandel gehört. AUSGLEICHSZAHLUNGEN?? — Natürlich hat der Schüssel schon was davon gehört, er ging halt davon aus, dass der einfache Wähler eh nichts davon weiß und dass sowieso niemand die Idee von dem Kyotodingsbums verstanden hat, und dass er eben STRAFZAHLUNGEN als INVESTITIONEN vermarkten kann. Ich weiß eh. Die Sozis sind nicht besser was Postenschacher usw. angeht — genau wie alle anderen Parteien und dergleichen Vereinigungen — aber ganz so respektlos tritt ein Sozi dem Gemeinbürger wohl nicht entgegen.

Warum ich heut darüber schreib? Naja die Schüsselära ist vorbei aber, dass Österreich bei den Kyotozielen so versagt hat und in Kopenhagen eigentlich ganz schön doof dasteht, dafür kann man wohl nicht Schüssels Sager aber wohl die Einstellung seiner Regierung(en) (mit)verantwortlich machen.

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Oktober 19, 2008

Man kann, glaub ich, davon ausgehen, dass jeder Mensch ein Gewissen hat – manche ein stärker ausgeprägtes, manche ein schwächer ausgeprägtes. Und geht nicht mit diesem Gewissen eine Hemmschwelle einher, die uns davor abhält moralisch falsche Entscheidungen zu treffen? Gewissen und moralische Hemmschwelle machen uns zu – wenn auch subjektiv – moralisch richtig handelnden Menschen, unabhängig davon woher wir unsere moralischen Richtlinien nehmen: Religion, staatliches Recht, subjektives Empfinden, oder eine Kombination davon. Eine moralisch falsche Entscheidung bewirkt nun einerseits, dass unser moralischer Verstand uns mit einem schlechten Gewissen bestraft. Eine Mechanismus, der uns quasi davor bewahren soll, in Zukunft in der selben Situation wieder die falsche Entscheidung zu treffen. Was aber wenn das die einzige Konsequenz ist, wenn uns aus der falschen Entscheidung kein anderer Nachteil entsteht, weil sie unbeachtet bleibt, weil sie niemandem geschadet hat und wir im Gegenzug sogar Freude oder Nutzen daraus gezogen haben? Vielleicht weicht die Hemmschwelle ein wenig auf? Vielleicht verschiebt sie sich sogar? Und vielleicht verschiebt sie sich immer weiter, je öfter wir diese Entscheidung treffen. Ein einfaches Beispiel: die erste Zigarette, auf einer Party? heimlich im Wald? den Eltern geklaut? aber mit Sicherheit in irgendeiner Weise heimlich und mehr oder weniger nicht öffentlich. Und das Gefühl dabei: man weiß, dass man etwas Verbotenes tut, man wollte doch nie! aber man probiert ja nur aus! Mit jeder Zigarette, mit jeder Gelegenheit wird es normaler. Die Bedenken melden sich immer seltener. Dann irgendwann überschreitet man die nächste Schwelle – auch die wieder von Bedenken und schlechtem Gewissen geplagt: die erste eigene Schachtel Zigaretten. Und irgendwann sind sämtliche Hemmschwellen verschoben, alle Bedenken ausgelöscht und man ist ein Raucher. Ein Mensch, der von einem Tag auf den anderen beginnt eine Schachtel Zigaretten zu rauchen, ist schwer vorstellbar. Ähnlich stell ich mir das mit Geschwindigkeitsdelikten und Alkohol am Steuer vor – kein Mensch beschließt von einem Tag auf den anderen, mit über 142km/h durch den Nebel und bewohntes Gebiet zu rasen, kein Mensch beschließt von einem Tag auf den anderen, mit 1.8 Promill noch ins Auto zu steigen. Ein solcher Mensch, der ein Gesetz in dem Ausmaß überschreitet, muss schon hart daran gearbeitet haben, seine Hemmschwellen so sehr nach oben zu verschieben. Ich denke, das Ausmaß mit dem Jörg Haider an seinem Todestag die Gesetze übertreten hat, läßt nur einen Schluß zu: er war ein Wiederholungstäter und ein schwerer Alkoholiker.

Gut: ein anderer Schluß ließe sich auch ziehen, und ich muß zugeben, dass der auch nicht so unpaßend scheint: Es gibt ein Alter, in dem jeder Mensch sehr unvernünfigte Entscheidungen trifft und viel Scheiße baut: man nennt es Teenagerzeit. War also Jörg Haider ein Alkoholiker und notorischer Raser oder war er ein Mensch, der in seiner Reife nicht über die eines halbstarken Teenagers hinausgekommen ist.

Und an Herrn Petzner eine Frage zum Abschluß: Wenn Sie im heutigen “Frühstück bei mir” auf Ö3 auf die Frage, ob denn Haider eine rasanter Autofahrer gewesen sei, antworten, dass sie das nur so beantworten wollen, dass sie sich bei Haider eben immer sicher gefühlt haben, geben Sie dann nicht indirekt zu, dass Haider eben ein notorischer Raser war? Wenn ich mich täusche, warum antworten Sie dann nicht mit einem einfachen „Nein“ auf die Frage.

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Platter und der Fall Zogaj

Oktober 5, 2007

Die Tatsache, dass Innenminister Platter im Fall Zogaj so sehr darauf beharrt, dass ein Staat sich nicht erpressen lassen darf und er auch (oder eher gerade?) deshalb der 15jährigen Arigona Zogaj nicht ermöglichen wird, mit ihrer Familie in Österreich zu leben, läßt eigentlich nur zwei Rückschlüsse über den Herrn Minister zu: entweder ist sein Selbstwertgefühl dermaßen schwach ausgeprägt, dass er sich durch die Flucht eines verzweifelten Teenagers in seiner ministeriellen Männlichkeit bedroht fühlen kann, und nun nach dem Motto „Der werd ichs zeigen!“ reagieren muss; oder die Flucht und die Selbstmorddrohnung von Arigona Zogaj passen ihm in Wirklichkeit recht gut ins Konzept: „Seht her liebe Österreicherinnen und Österreicher. Die kleine ist eine Erpresserin, also eine Verbrecherin, die noch dazu aus dem Untergrund agiert, also: abschieben!“ Man darf dabei nicht vergessen, daß sie erst durch die Aburteilung des Ministers zu einer Erpresserin gemacht wurde, zuvor war sie ein ganz normal verzweifelter Teenager. Platter hätte das ganze leicht in einem anderen Licht darstellen können: als besonderer Härtefall oder was immer, die Konzepte dafür liegen sicherlich im Innenministerium bereit; nur für den Fall, dass man sich doch anders entschieden hätte.